Was die Messdaten sagen
Die beste unabhängige Quelle für Starlink-Geschwindigkeiten sind die Speedtest-Daten von Ookla, die Millionen echter Messungen auswerten. Die wichtigsten Ergebnisse für Europa (erstes Quartal 2026):
- Download: Die mittlere Download-Geschwindigkeit stieg in 27 europäischen Ländern innerhalb eines Jahres von 114 auf rund 166 Mbit/s. In 26 von 27 Ländern wurde Starlink schneller.
- Im Vergleich zum Festnetz: In 11 von 27 Ländern war Starlink beim Download schneller als der durchschnittliche Festnetzanschluss.
- Latenz und Upload: Hier lagen Festnetze in praktisch allen Ländern vorn. Starlink hat typischerweise 20 bis 50 Millisekunden Latenz, Glasfaser oft unter 15.
Unser eigener Praxistest mit Messreihen aus Deutschland folgt. Bis dahin stützen wir uns auf diese unabhängigen Daten und auf die Angaben von Starlink.
Was im Alltag gut funktioniert
- Streaming und Videocalls laufen bei freier Sicht stabil, auch in 4K.
- Homeoffice ist problemlos möglich. VPN-Verbindungen funktionieren; für Dienste, die eine öffentliche IP-Adresse brauchen, sind die Business-Tarife gedacht.
- Unterwegs mit dem Starlink Mini und einem Reise-Tarif: Internet auch dort, wo das Handy keinen Empfang hat.
- Einrichtung: Antenne aufstellen, Strom anschließen, App öffnen. Die Antenne richtet sich selbst aus.
Die typischen Probleme
- Hindernisse: Schon einzelne Äste im Sichtfeld führen zu kurzen Abbrüchen von wenigen Sekunden. Für Videocalls ist das störend. Die Starlink-App zeigt vor dem Aufstellen, ob der Standort frei ist. Oft hilft eine höhere Montage, siehe Starlink Halterung.
- Stromverbrauch: Das Standard-Kit braucht im Mittel 75 bis 100 Watt. Das sind im Dauerbetrieb grob 19 bis 26 Euro Strom im Monat. Details in unserem Ratgeber zum Starlink-Stromverbrauch.
- Abendliche Schwankungen: In stark genutzten Regionen sinkt die Geschwindigkeit, wenn viele gleichzeitig streamen. Hintergründe und Messtipps im Ratgeber Starlink-Geschwindigkeit.
- Wetter: Starkregen oder nasser Schnee können die Verbindung kurz beeinträchtigen. Das Standard-Kit hat eine Heizfunktion gegen Schnee, die dann zusätzlich Strom braucht.
Für wen sich Starlink lohnt und für wen nicht
Lohnt sich: auf dem Land ohne schnelles DSL, im Wohnmobil und auf dem Boot, im Ferienhaus, als Backup für Firmen.
Lohnt sich eher nicht: wenn Glasfaser, Kabel oder gutes 5G verfügbar sind. Diese sind meist günstiger, haben geringere Latenz und brauchen keine Antenne auf dem Dach. Einen Überblick geben unsere Seiten Starlink-Alternativen und Satelliten-Internet.
So testest du Starlink selbst ohne großes Risiko
- Standort prüfen: In der Starlink-App die Funktion zur Hinderniserkennung nutzen.
- Direkt bei Starlink bestellen: Nur dann gelten die 30 Tage Rückgabe und der Gratismonat über einen Empfehlungslink. Was dich das insgesamt kostet, zeigt unser Kostenrechner.
- Zu verschiedenen Zeiten messen: morgens, abends, bei Regen. Die Starlink-App hat einen eingebauten Speedtest.
- Innerhalb von 30 Tagen entscheiden: Danach gibt es keine Erstattung mehr.